09/02/2012
Demografische Entwicklung – Auswirkungen auf die Arbeitswelt
Das Unternehmen „BComplete” stellt mir im aktuellen Newsletter Fragen zu: Wie ein starkes Unternehmen der Zukunft organisiert sein soll? Welchen Einfluss hat die Entwicklung unserer Bevölkerung auf die Zukunftsfähigkeit von Klein- und Mittelbetrieben?
Thomas Beck, wie sehen Sie persönlich die zukünftige Entwicklung unserer Bevölkerung? Besteht Ihrer Meinung nach, schon heute in einzelnen Regionen und Unternehmen dringender Handlungsbedarf?
T. Beck: Unsere Bevölkerung entwickelt und wandelt sich stetig – demografischen Wandel gab es in der Vergangenheit und wird es auch in Zukunft immer geben. Wenn sich aber eine Gesellschaftsgruppe, wie wir in Europa, populationsmäßig degeneriert dann ist das ein ganz klares Zeichen des Wandels unserer Gesellschaft. Damit muss die Wirtschaft, die ein Aspekt der Gesellschaft ist, umgehen können. Der Trend des Geburtenrückgangs ist aus meiner Sicht eine „Wohlstandskrankheit“. Wir haben Eigeninteresse und individuellen Lebensstil oft über das Gesamtwohl der Generationen gestellt. Wichtig für Unternehmen der Zukunft ist die Erkenntnis, dass die Bevölkerung sich stetig wandelt und entwickeln wird. Die Demografie formt die Unternehmen und das Unternehmen kann die Demografie nicht kontrollieren oder beeinflussen.
Welche Auswirkung hat die demografische Entwicklung auf die zukünftigen Strukturen und Arbeitskonzepte eines Unternehmens?
T.Beck:Stagnierend starre Unternehmen, oft rein kostenorientiert werden in Zukunft nicht überlebensfähig sein. Diese Form von Unternehmen ist geprägt durch starre, fix fertige Konzepte und Strukturen. Wenn man in Zukunft mit dem Ziel arbeitet „alles soll gleich bleiben“ und man sich dann wundert, warum Menschen, wie zum Beispiel potenzielle Arbeitnehmer, da nicht mitspielen – dann hat man ein Problem. Ein Unternehmen ist kein fixes, starr gefertigtes Konstrukt sondern ein organisches Gebilde das aus Menschen besteht, die sich zusammentreffen und gemeinsamen Zielen nachgehen. Die organischen, lebendigen Unternehmensformen haben mit der Entwicklung unserer Bevölkerung kein Problem.
Der Nachwuchs an jungen Talenten, so genannte High-Potentials, wird knapper. Wie können speziell Klein- und Mittelbetriebe ihre langfristige Attraktivität als Arbeitgeber der Zukunft stärken?
T. Beck: Junge Talente haben andere Werte, andere Fähigkeiten und ein anderes Bewusstsein. Bei hoch qualifizierten, jungen Talenten stehen in Zukunft Mitgestaltungsmöglichkeiten, Individualentwicklung, Wertschätzung und Sinnerfüllung bei der Wahl der Arbeitgeber an oberster Stelle. Diese Generation strebt nach neuen Formen des Wirtschaftens, nach Wirtschaft der Freude. Erst an 3. oder 4. Stelle kommt die angemessene finanzielle Entlohnung. Beim Übergang in die Wissensgesellschaft wird die streng hierarchische Organisation immer fragwürdiger. Kreativität gedeiht nun einmal nicht auf Befehl.
Welche Organisationsstrukturen werden in Zukunft gebraucht?
T. Beck: Kreativität und Innovation entsteht aus meiner Sicht durch erlebte Beziehungen. Ich stelle die These auf, dass sich starke Unternehmen der Zukunft aus Berufungsgruppen bilden werden. Berufungsgruppen oder Berufungsgemeinschaften entstehen durch Menschen die gleiche Werte, Fähigkeiten und Interessen teilen. Diese Gemeinschaften besitzen ein hohes Maß an Sozialkapital und erlebte Solidarität. Sie nehmen Rücksicht auf Schwächere, bilden diese aus und tauschen Erfahrungen. Auf langfristige Sicht führen Berufungsgruppen hin zu einer selbstlernenden und selbstorganisierten Unternehmenskultur. Wir gehen klar weg von dieser längst zu verabschiedenden patriarchalen Unternehmensführung. Eine Kultur in der oben bestimmt wird wie man unten zu sein hat – diese Zeit ist klar und deutlich vorbei. Hierarchien wird es in unserer Gesellschaft immer geben. Starke Unternehmen der Zukunft werden natürlich geführt, strukturiert und organisiert. Aber nicht mehr nach dem Prinzip „oben sticht unten“ sondern stark nach dem Motto „die gemeinsame Aufgabe ist der alleinige Chef“. Starke Unternehmen der Zukunft basieren immer mehr auf kollektiven Entscheidungsprozessen. Kommunikation, Kooperation, Diskussion und Dialog führen zu gemeinsamen und nachhaltigen Entscheidungen. Die „Wir-Kultur“ wird in Zukunft unsere Entscheidungen stark prägen und prozessgetragene Strukturen entwickeln. Alleinstehende und isolierte Entscheidungen werden in Zukunft immer weniger. Die Eigentümer von Unternehmen müssen erkennen, dass das was sie tun und erwirtschaften eine Gemeinwohlleistung ist. Ein Unternehmen der Zukunft ist ein Platz wo Menschen, mit all ihren Potenzialen und Kräften, zusammenkommen um gemeinsame nachhaltige Lösungen entwickeln. Lebenslanges Lernen und erworbenes Können veraltet nicht.
Wie sehen Sie die Möglichkeit ältere Generationen aktive am Berufsleben teilnehmen zu lassen?
T. Beck: Immer mehr Menschen tun das was sie für sinnvoll erachten. Unser System muss Menschen schützen die nicht mehr erwerbstätig sein können (zB. durch Krankheit) aber gleichzeitig Menschen fördern und fordern ihrer Berufung nachzugehen und das zu tun was sie für sinnvoll erachten. Das ist die große Chance der Berufungsgemeinschaft – wir tun genau das was unserem Potenzial entspricht. Je angenehmer und sinnvoller eine Beschäftigung empfunden wird, desto größer ist das Interesse, sie lebenslang zu betreiben. Die Kernkompetenz vieler Büros liegt immer weniger in der Technik allein und immer mehr in der Ermöglichung von Kommunikation und Kooperation.
Für die Unternehmensverantwortlichen stellt sich deshalb die Aufgabe, das Büro neu zu definieren um das Beste aus den Mitarbeitern herauszulocken. Wie sehen Sie diesen Trend?
T. Beck: Die Büroraumaufteilung und -gestaltung folgt dem was im Unternehmen geschehen soll. Sie prägt die Kultur eines Unternehmens und kann kreative und kooperative Prozesse fördern und unterstützen. Wichtig sehe ich in Zukunft die Gestaltung von sozialen, lebendigen Räumen. Das sind Räume die ausgestattet sind mit flexiblen Elementen, die es mir ermöglichen ohne großen Aufwand Kommunikations- oder Kooperationsbereiche zusammenzustellen. Je nachdem welcher Aufgabe gerade nachgegangen werden soll. Das Büro der Zukunft wird sich nach den menschlichen Bedürfnissen – sozial und individuell - richten müssen. Eine Infrastruktur die sich gleichzeitig zum Arbeiten und Entspannen eignet. Wichtig für starke Unternehmen der Zukunft werden bestimmte Fixpunkte sein. Fixpunkte können Prozesse oder Räume sein – der sogenannte Herzschlag eines Unternehmens. Diese Fixpunkte sind gekennzeichnet durch wiederkehrende, klar erkennbare und gelernte Rituale oder Treffpunkte. Fixpunkte geben Orientierung, Verlässlichkeit und fördern Verbundenheit im Unternehmen.
Thomas Andreas Beck, versteht sich als utopischer Realist, der als Berater und Coach in unterschiedlichen Projekten für eine Wirtschaft der Freude arbeitet.
Das Interview fand im HUB VIENNA statt. Ein inspirierendes Paradebeispiel für die Arbeitsform der Zukunft. Das HUB VIENNA ist ein Arbeitsplatz welcher Raum für Ruhe, Kreativität, Innovation und individuelle Arbeit bietet und gleichzeitig Platz für Events oder Workshops einbindet. Die Mitglieder des Hub Vienna arbeiten an innovativen Ideen, die soziale, kulturelle und ökologische Herausforderungen adressieren.
Februar 9, 2012 in Coaching, Führung, utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
11/12/2011
Die größte Kraft ist das Ja zur Verletzung
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Der Wille, der ist genauso wichtig wie keinen Zweifel zu haben. Zweifelsfrei dazustehen. Ich hab noch nie einen Apfelbaum getroffen, der zweifelt, ob er ein Apfelbaum sein soll. Geht mir übrigens mit den Rehen und Ameisen im Wald gleich. Diese Entfaltung in die größte Kraft ist keine Frage. Sie darf keine Frage sein. Es ist diese Präsenz im Jetzt. Ja zu dem, was da und möglich ist. Sobald ich zweifle, bin ich schon draußen aus der Kraft und sobald ich etwas sein will, bin ich auch draußen aus meiner Kraft. Wenn ich jemand anderen gefallen will, bin ich schon draußen aus der größten Kraft. Und mit der größten Kraft meine ich nicht die Messbarkeit, wow fünf Meter ist der Baum gross geworden, nein, ich meine mit der Größe das, was sich im Augenblick zeigen will. Da gehören aber auch die Verletzungen mit hinein. Die größte Kraft ist das Ja zur Verletzung. Dieses »ich zweifle nicht an mir«, selbst, wenn ich verletzt bin und daherkomme wie eine Havarie. Wenn mir der Wind einen Ast heruntergerissen hat, dann zweifle ich nicht an mir. Und wenn mir der Wind viel zu früh die Äpfel herunter gerissen hat, dann zweifle ich auch nicht. Dann gehe ich einfach weiter und schaue, was das Bestmögliche in dieser Situation ist.
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Auszug aus Interview zu meinem Buch »Alles in die grösste Kraft« - fertig bis Frühjahr 2012
Dezember 11, 2011 in Führung, utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
15/11/2011
Effizienzwahnsinn: Das Falsche falscher machen.
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Wenn ich eine Situation ausreichend verstanden habe, dann ist sie gelöst. Dann kann ich die Entscheidung fallen lassen. Die Lösung zeigt sich durch Verstehen. Und was braucht es um zu verstehen: Beziehungen und Berührungsfähigkeit, um solche Prozesse zuzulassen. Und Entschleunigung, wo wir uns die Zeit und Räume geben, um zu einer neuen Qualität zu kommen. Und dann können wir eh wieder mit Vollgas hackeln und etwas mit Effizienz machen. Aber bitte die Weichenstellungen müssen stimmen.
Wir sind in diesem Effizienzwahnsinn: Wir machen die falschen Dinge falscher, machen alles noch schneller und falscher. Jetzt machen wir alles falscher in der Automobilindustrie sowie im Finanzsystem. Wir müssten längst überlegen, ob es nicht besser wäre, keine Autos mehr zu bauen sondern ein gänzlich neues Mobilitätsverhalten zu lernen.
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Auszug aus Interview zu meinem Buch "Alles in die größte Kraft"
November 15, 2011 in Führung, utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
29/10/2011
Berührung heilt.
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Das sitzt mehr als wir sagen können. In der Berührung.
Darum ist die Sexualität auch so magisch. In der Berührung kommen wir uns in unserer Tiefe nahe. Da kommen Erinnerungen hoch. Das ist direkt und untrüglich. In der Berührung kommt ganz viel zum Ausbruch. Oft beginnen Menschen einfach zu weinen, wenn du sie an gewissen Stellen berührst. Plötzlich kommen Tränen. Weil sich etwas löst. Und das ist anfangs wie ein Schmerz. Es wird etwas frei. Begleitet ist es mit Furcht, weil man das noch nicht kennt...
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Auszug aus Interview mit Gabriele Rabl - zu meinem aktuellen Buchprojekt "Alles in die größte Kraft"
Oktober 29, 2011 in Coaching, Führung | Permalink | Kommentare (0)
22/08/2011
Adam oder Eva?
Wer führt wirklich? Die Wirkung und Wirklichkeit betrachtet. Wer führt im männlich dominierten System wirklich? Wer führt, wenn - nicht immer, aber immer öfter - einsame, innerlich verlorene Männer ihre Entscheidungen treffen? Wer kennt die Frage nicht: "Wer hat bei denen daheim die Hosen an?!"
"An meinen Taten sollt ihr mich messen." - nicht an meinen Worten und meinem Gehabe.
Männer wie Frauen suchen nach neuen Formen in der Führung. Wurden bislang männliche Kompetenzen gross geschrieben, so werden zunehmend auch weibliche Potenziale wertgeschätzt. In der Partnerschaft von Mann und Frau liegt eine grosse Kraft, nach der sich lohnt zu forschen. Erfolgreich führen heisst, fliegen wie ein Adler: ein Flügel symbolisiert die männlichen Kompetenzen, der andere die weiblichen. Erst wenn beide Schwingen in gleicher Weise entwickelt sind, kommt der Adler vom Fleck.
Namhafte Persönlichkeiten referieren über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in der partnerschaftlichen Führung von Mann und Frau.
Link zum Symposium
11. Symposium am Lassalle Institut - meine Empfehlung.
Link zu Presseartikel
Am Ende geht es um Sex, Die Presse
August 22, 2011 in Führung, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
11/04/2011
Alles in die größte Kraft. Aber wie?
Verfassung der Organisation
Existenzkraft
_Zielzustand: Mut. Friede. Kraft. Die Organisation ist finanziell und personell stark, gesund und akzeptiert. Gewollt und empfohlen. Wachstum aus eigener Kraft. Es geht leicht. Unabhängigkeit. Gesundheit. Lust. Freude.
_Mangelzustand: Angst. Kampf und Krieg. Schwäche. Ego. Betrügerein. Mobbing. Es geht schwer oder gar nicht. Abhängigkeiten, Angriffe, Verlust. Krankeiten. Burnout. Frust.
• Krisen- und Konfliktbewältigung
Gruppenkraft
_Zielzustand: stimmige Ressourcen, Lebendige, durchwachsene Demografie. Jung und Alt, Vielfalt, genialer Kompetenzmix, Männlein und Weiblein, gesunde Fluktuaktion, Magnetismus am Markt, ungefragte Bewerbungen, klare Regeln und Grenzen, Kooperationslust, Weltoffenheit, multikulti,...
_Mangelzustand: Mitarbeiter flüchten, Doppelbesetzungen, Neid, Arbeitsplatzangst, Ressourcenknappheit oder –überschuss, Kompetenzmangel, demografisches Übergewicht, Überalterung, unklare Aufgabenfelder,...
• Teamentwicklung
Funktionskraft
_Zielzustand: Effektivität und Effizienz, guter Wirkungsgrad, professionelle Organisation, Qualität und Verlässlichkeit, Strategische Planung, Leichtgängigkeit, Logistik und Prozesse effektiv und effizient, Technologie zeitgemäss,
_Mangelzustand: Ineffektiv, Reibungsverluste, Qualitätsmängel, Mittelmass, Unpünktlichkeit, Doppelgleisigkeiten, Adhoc Verhalten, Kommunikations- und Informationsmängel,...
• Strategie- und Organisationsentwicklung
Beziehungskraft
_Zielzustand: Klima der Freundschaft und des Helfens, Vertrauen, Zutrauen, Liebe, Menschlichkeit, Wertschätzung, Unterstützung, gereifte Fehlerkultur, Offenheit, hohe Kommunikationsfähigkeit – Gefühlskommunikation, Emphatie, Symphatie, starke Beziehungen, Zusammenhalt, gereifte Streitkutur, fei von Tabus und unterdrückten Konflikten, Blick auf’s Wesentliche, Achtsamkeit, Marktfokus, Kundenliebe,...
_Mangelzustand: Intrigen, Mobbing, Egoismus, Verschwiegenheit, Gruppenbildungen, Tabuthemen, Streitereien, Konflikte, Scheuklappen, Einzelkämpfertum, Energieverschwendung durch Fokus auf interne Grabenkämpfe und Absicherungen, Das einzige das hier stört ist der Kunde,...
• Betriebsklima: interne Kommunikation, Motivation
Führungskraft
_Zielzustand: Klima des Mutes und der Zuversicht, Geborgenheit, Orientierung und Klarheit für alle, Leitfiguren, förderliche Rahmenbdingungen, Chancen werden erkannt und genutzt, Pioniergeist, Innovationslust, das »noch Unsichtbare« wird erkannt und benannt, utopische Realisierungen gelingen, motivierende Vision, Werte werden gelebt und eingefordert, Kosequenz und Konsequenzen, hohe, nachhaltige Entscheidungsqualität, Kontinuität, Präsenz, Wachsamkeit,...
_Mangelzustand: Orientierungslosigkeit, schlechte, sinnlose Entscheidungen, Kurzfristdenken, Wischiwaschi, Freunderlwirtschaft, Stagnation, verstaubtes Unternehmen, informelle Führere führen, Feigheit,...
• Führungskompetenz: individuell und Team
• Impulsvorträge: Wirtschaft der Freude, Stille führt und »7 Aspekte der Entwicklung«
Visionskraft
_Zielzustand: Träume sind unsere Nahrung am Weg zu unseren Zielen, hohes gemeinschaftliches Traumbewusstsein (Wie ist es, wenn es »traumhaft« ist), Begeisterung bei Mitarbeitern und Kunden, Partnern, hohe Motivation aus Zukunftsbildern, Sehnsucht, die Mission ist klar, Wertelandschaft stimmig und das Verhalten bestimmend, nonverbales »geführt sein«
_Mangelzustand: Sinnlosigkeit, Bornout, zähe und nicht nachhaltige Entscheidungen – weil Werte nicht leiten, instabile Kulur, Demotivation, Geldgier, Karrieregeilheit, leere Positions-Führungskräfte, fade Mitarbeiter, gelangweilte Kunden, null Begeisterung,...
• Corporate Identity: Kultur- und Leitbildentwicklung
Sinnkraft
_Zielzustand: Innovatives Klima, Spiritualität, Beruf kommt von Berufung, Menschen mit verwandten Berufungen finden sich zu einer Organisation - Organismus - zusammen, Entscheidungen sind von Rückzug, Stille, Intuition, Achtsamkeit und Sinnhaftigkeit geprägt, Strahlen, Spirit, kreatives, schöpferisches Klima, Unternehmensgeist ist wie ein Kraftfeld, unerklärliche Sogwirkung, alles geht leicht und gelingt, Ideen und Innovation fliegen den Menschen zu, Teamspirit, Flow, Betriebsklima trägt, »Spiritualität des Alltags«, Klima der Freude, Leichtigkeit, Lebendigkeit, Magie, »geht nicht gibt’s nicht«...
_Mangelzustand: Gewitterwolken, kurzfristig profitorientierte Entscheidungskultur, Gefühl der Schwere und Lähmung, Traurigkeit, Mittelmass, Leere, Depression und Burnouts, hohe Krankheitsanfälligkeit, Lustlosigkeit, Scheissdrauf Stimmung, »da könnt ja jeder kommen Stimmung«,...
• Unternehmensrituale: Workshops, Symposien, Feiern und Betriebsausflüge
Verfassung des Individuums
Im Einzelcoaching war ich noch nie voll beherzt daheim – das ist mir ein bissl zu unspektakulär - ich fühle mich als Gruppendynamiker wohl. In meiner Arbeit coache ich regelmässig Eigentümer und Geschäftsführer - weil es ein integrierter Bestandteil der ganzheitlichen Organisationsentwicklung ist. Besonders spannend in Familienunternehmen – wo mich die Komplexität »Familie, Beziehung, Mann/Frau, Herkunft, Gerenation, Geschäft,...« fasziniert. Darin bin ich auch herausragend gut.
• Coaching für Eigentümerfamilien, Geschäftsführer und Top-Führungskräfte
Lebensphase der Organisation
parallel zu den unterschiedlichen Verfassungen - Gesundheitszuständen der Organisation und Individuen gilt es die aktuelle Lebensphase zu erkennen und entsprechende »Lebensphasenbegleitung« zu liefern...
Es macht einen Unterschied, ob z.B. die Schwächung der Konstellation während einer frühlinghaften Startup –Phase passiert, oder in der Kälte der winterlichen Krise einer Organisation... Einmal ist es Wachstumsveränderung, das andere Mal Stabilisierung, Verabschiedung und Sterbehilfe...
Frühling
Erneuerung, Gründung, Übernahme und Zusammenführung/Fusion
Sommer
Wachstum, Expansion, Vertiefung, Qualitätsmeisterschaft
Herbst
Stagnation, Rückzug, Ruhe, Ernte
Winter
Krise, Generationswechsel, Sanierung
Epoche
Die Nachkriegszeit ist vorbei, die Zeit der Wirtschaftswunder und Konsumexpansion auch. Jetzt gilt es diese »Wirtschaft der Freude« zu erschaffen. Lebensräume statt Arbeitsplätze, Liebe statt Angst, Sinn und Berufung statt Job und Karriere. Alles für Alle. Es geht allen nicht gut, wenn es nicht allen gut geht. Solidarität. Social Business. Nachhaltigkeit. csr. Auflösen der Matrix, der Begrenzheit. Spiritualität und Alltag werden eins. Ende der Motivmanipulationen – meditieren statt akquirieren. Mein blog ist voll mit Texten, Ideen und Stellungnahmen dazu...
April 11, 2011 in Führung, Marke und Marketing, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (3)
08/03/2011
Im Überlegen zögern...
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Im Überlegen dürfe man Zögern, die überlegte Tat hingegen sollte rasch sein.
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Thomas von Aquin
Die drei Stufen der klugen Umformung von wahren Erkenntnissen in kluge Beschlüsse: Überlegung, Urteil, Beschluss.
März 8, 2011 in Führung, Wirtschaft der Freude, Zitate | Permalink | Kommentare (0)
15/02/2011
Ich erfreue mich an deiner Grösse.
Es ist jetzt Zeit für Frieden und Liebe. Meine Utopie vom Weltfrieden ist, dass wir uns alle gegenseitig in die größte Kraft helfen. Es ist an der Zeit, nicht mehr zuzuschauen, wo so viel Ungerechtigkeit und Maßlosigkeit herrscht. Und es ist höchste Zeit zu erkennen, dass Friedensarbeit und menschliche Entfaltung immer auch innerhalb der »Werkstür« unsere Aufgabe ist. Die Arbeitswelt ist immer Teil des Ganzen, Teil des Lebens, Teil unserer gesellschaftlichen Mitgestaltung. Wirtschaften ist ein zentraler Ausdruck des Menschseins. »Schöpfen« ist der im Vergleich zu »Arbeit« viel stimmigere Begriff.
Die Wirtschaft der Freude ist unsere Antwort darauf: Es ist nur gut, wenn es für Alles gut ist. Gerade im Wirtschaften - »Wir schaffen« - liegt die Gelegenheit, »Sinnvolles, Gutes« zu tun. Dem Ruf unserer Berufung zu folgen. Menschsein bedeutet »Diener des Naturreiches Menschheit« zu sein.«
Februar 15, 2011 in Führung, utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
03/02/2011
Die Kraft der Utopie in die Realisierung bringen.
Jetzt ist die Zeit für Innovationen, welche die Kraft der Utopie in die Realisierung bringen.
Utopische Realisierungen spielen mit der - nutzen die - Spannungskraft zwischen unbegrenzter, undenkbarer Utopie und begrenzter, denkbarer Realisierbarkeit. Diese Spannungskraft ist in ihrer Natur eine Abstoßungskraft, die beiden Pole »mögen« sich nicht wirklich.
Die Realisitenfloskelparade »Da könnt' ja jeder kommen. Bei uns geht das nicht. Das machen wir schon immer so. Das wird sicher nix. Wer Visionen hat gehört zum Arzt.« tritt an gegen die Utopistenspinnerideen »Ich träume von einer guten Welt. Geht nicht gibt's nicht! Wenn es einfach wäre könnten es ja andere tun - wir schaffen das! Stell dir mal vor! Wir können das alles ja ganz anders angehen. I have a dream. Lasst uns die Welt neu erfinden...«
Die Evolution hatte es vor einigen tausend Jahren mit einem ähnlichen Dilemma zu tun: Die Zellspaltungsfraktion erklärte den »Sexualinteressierten Spinnern« tagtäglich auf's Neue, dass diese Idee der »Fusion von männlicher und weiblicher Polarität« der totale Schwachsinn sei. »Was soll denn da bloss rauskommen, wenn ihr diese zwei Gegensätze zur Vereinigung zwingt? Niemand macht das freiwillig. Mehr vom Selben - das ist die Zukunft!«
Die Vereinigung von sich eigentlich abstossenden Gegensätzen bringt das höchst mögliche Innovationspotenzial ins Leben. Innovation ist ein sexueller Prozess. Je vielfältiger, je bunter, je konfliktgeladener, je provokanter - desto höher der Lernschritt. Das gilt für's ganze Leben - sowie in der Sexualität. Voller Streit, Konflikt, Provokation, Diskussion, Co-Creativität. Das gelingt uns, wenn wir uns voll und ganz aufeinander einlassen. Wenn wir mutig und liebevoll, achtsam mit gegensätzlichen Ansätzen und Energien in Co-Creative Prozesse einsteigen. Uns einlassen auf das Nicht-Wissen. Die Stille befragen, und Querdenker holen.
Die radikal nachhaltige Entwicklung der Menschheit, der Welt, der Technologie braucht rasche und kräftige Lösungen. Echte Kehrtwendungen, nicht mehr vom Selben. Die heutigen Probleme der Welt sind nicht durch mehr Effizienz zu lösen - das Falsche besser gemacht ist schlechter als zuvor. Sondern: Innovationen, welche die Kraft der Utopie ins Leben bringen.
Eine grundlegende Fähigkeit dazu ist Mut. Sich an der Kraft, Größe und Schönheit des »Anderen« zu erfreuen! Und es endlich nicht mehr als angstmachendes »Fremdes« abwerten zu müssen. Eine weitere Fähigkeit ist die der »ganzheitlichen Führung«: Gemeinsam und gegensätzlich Spannungsfelder aufbauen und nutzen. Die Utopien entdecken und die Funken(über)springen lassen. Damit das Neue, die Innovation ins Leben kommt.
Februar 3, 2011 in Führung, utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
19/11/2010
Filmdoku: Werkstatt Utopische Realisierungen mit Frithjof Bergmann und Ernst Gehmacher.
Antal Brugger's filmische Dokumentation der ersten »Werkstatt Utopische Realisierungen«. Am 20. Oktober 2010 waren wir @the hub vienna. Hier das Intro - die Menüführung erfolgt innerhalb youtube...
Vom »Dialog der Fragen« über Zukunftsszenarien bis hin zur konkreten Realisierungsanwendung am Beispiel der »aspern - Die Seestadt Wiens«. Danke an alle Mitwirkenden, besonders an: Prof. Frithjof Bergmann und Prof. Ernst Gehmacher.
Downloadservice Protokoll Werkstatt Utopische Realisierungen 01 10_2010 herunterladen
Direkte Links zu youtube:
November 19, 2010 in Führung, Werkstatt Utopische Realisierungen, Wirtschaft der Freude | Permalink | Kommentare (0)
